Liebe Leserin und lieber Leser,

wenn du haupt- oder nebenberuflich in die Selbstständigkeit starten möchtest, dann ist es sinnvoll, zuerst einen Plan zu entwickeln. Am besten einen Plan, mit dessen Hilfe du möglichst genau festlegst, wie du vorgehen willst, um dein Ziel zu erreichen. Jetzt gibt es allerdings ein generelles Problem.

Egal wie gut du deinen Plan durchdenkst und vorbereitest, es werden immer wieder unerwartete Herausforderungen auf dich zukommen. Doch wie gehst du am besten mit solchen Unwägbarkeiten und Unsicherheiten um? Indem du eine Strategie entwickelst, die sich auf das Wesentliche konzentriert.

Konzentration auf das Wesentliche statt frustrierender Verzettelung

Im Jahr 1970 hat der deutsche Autor und Betriebswirt Wolfgang Mewes eine außergewöhnliche Strategie begründet: die sogenannte Engpasskonzentrierte Strategie. Die Idee dahinter ist, dass man seine Kräfte, also seine Energie, auf das Wesentliche an der entscheidenden Stelle konzentriert, um seine Kraft möglichst effektiv einzusetzen. Andernfalls verzettelt man sich und wird immer unsicherer und erfolgloser. Und: Wer sich verzettelt, bleibt durchschnittlich, hat Schwierigkeiten, etwas Besonderes zu leisten und verdient dadurch auch weniger.

Wolfgang Mewes hat damals vier Prinzipien entwickelt, die dabei helfen, das eigene Unternehmen und die eigene selbstständige Tätigkeit in eine Erfolgsgeschichte zu verwandeln.

Prinzip 1: Man konzentriert seine Kräfte und seine speziellen Fähigkeiten auf das, was man am besten kann und womit man den Kunden den größten Nutzen bietet. Daraus ergeben sich für dich zwei Fragen. Erstens: „Wer ist deine Zielgruppe?“ und zweitens „Was ist das brennendste Problem deiner Zielgruppe?“.

Dadurch, dass du dich auf eine bestimmte Aufgabe und Tätigkeit konzentrierst, um das wichtigste Problem deiner Zielgruppe zu lösen, lernst du automatisch dazu. Durch die Wiederholung deiner Tätigkeit, verbesserst du deine Fähigkeit, das brennendste Problem deiner Zielgruppe zu lösen. Du spezialisierst dich somit und wirst automatisch zu einem Experten in diesem besonderen Tätigkeitsbereich. Auf diese Weise kannst du in deinem spezialisierten Bereich sogar zum Marktführer aufsteigen.

Darum solltest du immer vernetzt denken

Prinzip 2: Märkte sind vernetzte Systeme. Deswegen sollte man stets vernetzt und nicht linear denken. Doch was bedeutet das? Wenn sich in einem System ein Bestandteil verändert oder verändert wird, verändern sich ebenfalls alle weiteren Elemente. Schließlich hängen in einem System alle Bestandteile zusammen. Deshalb ist es wichtig, sich nicht auf ein isoliertes Problem zu konzentrieren, sondern auf das Kernproblem des Systems. Also auf den wirkungsvollsten Punkt, der den größtmöglichen Nutzen für die Kunden bietet.

Wichtig ist, dass du deine Kräfte exakt einsetzt. Sie müssen nicht groß sein. Viel entscheidender ist, dass du den wirkungsvollsten Punkt triffst, mit dem sich der größtmögliche Nutzen für deine Kunden erzeugen lässt. Das bedeutet auch: Ist der Nutzen, den du deinen Kunden bietest, der größtmögliche, dann spielt die Dauer deiner Tätigkeit für deinen Verdienst keine Rolle.

Als Beispiel kannst du dir einen Schlüsseldienst vorstellen. Wenn du dich ausgeschlossen hast, dann möchtest du möglichst schnell wieder in deine Wohnung. Normalerweise benötigt ein Schlüsseldienst dafür nur wenige Minuten und trotzdem bist du sofort bereit, dafür relativ viel Geld auszugeben und nicht erst großartig Angebote verschiedener Schlüsseldienste einzuholen und deren Kosten miteinander zu vergleichen oder um den Preis zu feilschen. Denn der Nutzen ist für dich entscheidend. Und in diesem Beispiel natürlich auch die Situation, in der du dich befindest.

Was braucht die Zielgruppe am dringendsten für ihre Entwicklung?

Prinzip 3: Wie findet man den wirkungsvollsten Punkt? Indem man herausfindet, was die Zielgruppe für ihre Entwicklung aktuell am dringendsten braucht. Dieser Punkt ist der sogenannte Engpassfaktor. Dort lässt sich mit minimalem Aufwand die größte Wirkung erzielen. Denn die Zielgruppe wird dieses Angebot begeistert nachfragen, da sie es für ihre Weiterentwicklung am meisten benötigt.

Lieber den Gewinn oder den Nutzen maximieren?

Prinzip 4: Was ist das optimale Unternehmensziel? Wer langfristig wirklich erfolgreich sein will, der setzt alles daran, um den Kunden den optimalen Nutzen zu bieten. Statt der Gewinnmaximierung ist die Nutzenmaximierung entscheidend. Warum? Mit steigendem Nutzen wächst auch das Interesse und die Nachfrage der Zielgruppe. Die Folge: Der Umsatz und das Auftragsvolumen steigen ebenfalls.

Das war eine kurze Einführung in die Engpasskonzentrierte Strategie von Wolfgang Mewes. Was hältst du von den vier Prinzipien? Klingen sie für dich nachvollziehbar oder eher zu abstrakt? Kennst du schon deine Zielgruppe und ihr brennendstes Problem? Oder bist du noch auf der Suche?

Falls du Fragen zum Thema erfolgreiche Selbstständigkeit, egal ob haupt- oder nebenberuflich, hast, dann vereinbare gleich eine kostenlose Erstberatung mit mir. Ich helfe Menschen dabei, den größtmöglichen Nutzen und die beste Idee für ihre Zielgruppe zu finden.

Ich freue mich auf Dich!

Viele Grüße
Dein Volker

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